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SOLIDARITÄT MIT LATEINAMERIKA STEIERMARK

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Erfolgreicher Kabarettabend

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Kabarett mit Kurzschluss

Der Turnsaal im Schloss St. Martin ist voll besetzt mit Besuchern, die auf den Musikkabarettisten Michael Mandak warten. Die Scheinwerfer blitzen auf, ein Krach, und alles ist finster. Ein unheimlich starker Anfang. Aber er ist nicht beabsichtigt. Ein Kurzschluss hat Regie geführt. Bange Minuten, denn am Stromnetz hängt nicht nur das Licht, sondern auch das Keyboard. Der erste Applaus gilt dem erfolgreichen Elektriker.

Dann tritt Michael Mandak mit seinem Saxophon auf, in weißem Mantel, schließlich ist er Internist. Im Handumdrehen zieht er das Publikum in seinen Bann, mit seinen Texten, die weder Patienten noch Ärzte verschonen, schon gar nicht das Gesundheitssystem. Er trifft wunde Punkte der Menschen, der Gesellschaft. So manches Lachen, das einem aufsteigt, bleibt in der Kehle stecken. Zwischendurch setzt sich der Vielseitige ans Keyboard, greift sich eine Querflöte, schlüpft in eine Lederjacke. Aber er wirbelt nicht über die Bühne, er schreitet über sie, er geht auf das Publikum zu. Ein augenzwinkernder Moralist, der nachdenklich macht – und dankbar.

Den Reingewinn von € 1.355,- hat Dr. Michael Mandak der „Solidarität mit Lateinamerika Steiermark“ geschenkt. Dieses Geld wird dem Gesundheitsprojekt MEDES in Guatemala überwiesen, das naturheilkundige Hebammen und Ärzte weiterbildet. Dipl. Ing. Bettina Muster-Slawitsch besuchte in Guatemala dieses sinnvolle, bodenständige Projekt und gab dem Publikum einen lebendigen Direktbericht.

Dank auch an Hofrat Dr. Martin Schmiedbauer, der als Mitveranstalter mit dem Volksbildungsheim St. Martin wesentlich zum Gelingen des Abends beigetragen hat, der durch Eva Uhl zustande kam.

Gertraud Hopferwieser