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SOLIDARITÄT MIT LATEINAMERIKA STEIERMARK

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Beiträge 2008

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Veranstaltung mit Sergio Chavez - Maquilas

Sergio Chávez, Mitarbeiter des NLC (National Labor Comitees), berichtete im Rahmen einer
Veranstaltung von Südwind Steiermark, die auch von der Solidarität mit Lateinamerika unterstützt wurde, von der Situation der Menschen- und Arbeitsrechte der Näherinnen in den Maquila-Industrien von Honduras, Guatemala, El Salvador und Nicaragua. Auch wenn durch Verhaltenskodizes mittlerweile viele Mindeststandars garantiert scheinen, so sind doch Hungerlöhne, unbezahlte Überstunden oder das Verbot gewerkschaftlicher Organisation Teil des Systems. Die Wirksamkeit der Versprechen hängz von unabhängigen Kontrollen ab.

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Okt 2008

Ausstellung "Reise nach Mittelamerika"

11.840 Besucher haben bis jetzt die Ausstellung „Reise nach Mittelamerika“gesehen, die ein lebendiges Bild von Mittelamerika, speziell von Guatemala, zeichnet. Festtrachten der Mayas, Musikinstrumente und Gegenstände des täglichen Lebens informieren ebenso wie Schautafeln zu Wirtschaft und Politik, zu Geschichte und Kultur. Im vergangenen Jahr haben sich 2.500 Besucher mit der gesellschaftlichen und sozialen Situation der Indios auseinandergesetzt, auch an Hand von lebensnahen Fotos aus den Dörfern.

Die Ausstellung wandert auf Wunsch in eine Schule, in einen Kultursaal, in eine Sparkasse…

Koordinatorin: Herta Temm, Tel: 0316/ 39 22 49, tatkräftig unterstützt von Walter Trummer.

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Okt 2008

Fair Trade Tag

Am 8. Oktober fand auf dem Grazer Hauptplatz ein ganztägiger Informationstag statt. 14 steirische entwicklungspolitische Organisationen und Aktionsgruppen haben in 6 Zelten ihre Programme, Partner und Projekte präsentiert. Gemeinsam mehr zusammenbringen war das Thema und die Aktivitäten des Tages waren vielfältig und spannend. Auch wir als SOL waren eingeladen und haben mit Schautafeln unser Brunnen und Trockenlatrinenprojekt in Quetzaltenango/Guatemala präsentiert.
Die Ausstellung wurde von ca. 600 SchülerInnen aus verschiedenen Schulen und Schulstufen besucht. Für sie wurde ein entwicklungspolitischer Quiz vorbereitet, die Antworten konnten sie bei den einzelnen Ausstellern erfahren. Das Interesse der Jugendlichen und Kinder war beeindruckend und der öffentliche Platz hat auch zahlreiche Erwachsene und Passanten eingeladen sich dem Thema zu beschäftigen.

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Okt 2008

Guatemaltekische Menschenrechtsaktivisten auf Steiermarkbesuch

Die Menschenrechtssituation in Guatemala hat sich in den letzten Jahren leider weiter verschlechtert, wie wir aus zahlreichen Gesprächen und Kontakten anlässlich unserer Projektreise im Feber des Jahres feststellen mussten.

Eine der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen der letzten Jahre war die brutale und gewaltsame Räumung der Finca Nueva Linda bei der 12 Menschen ums Leben kamen. Ausgangspunkt war das Verschwinden des Betriebsleiters und Gewerkschafters der Finca, der offensichtlich verschleppt und umgebracht wurde. Sein „Verbrechen“ bestand darin, dass er die Landarbeiter gewerkschaftlich organisieren wollte, um deren Interessen besser durchsetzen zu können. Die Angehörigen wollten vom Fincabesitzer Auskunft, wurden aber abgewiesen. Darauf hin kam es  zu einer Besetzung der Finca, die 2004 in der oben genannten gewaltsamen Räumung endete.

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Erfahrungsaustausch in der Fachschule
für Biolandwirtschaft Altgrottenhof

Eine Delegation mit der Tochter des Verschwundenen und dem Vertreter der CODECA, einer Kleinbauer- und Landarbeiterorganisation, mit der wir seit Jahren erfolgreich zusammenarbeiten und die sich von der ersten Stunde an für die Betroffenen auf der Finca Nueva Linda einsetzte, besuchte verschiedene europäische Länder, um über die brutalen Menschenrechtsverletzungen zu berichten. Sie war in der Zeit vom 28. – 30. Mai auch in der Steiermark unterwegs. In einer von der Guatemala-Plattform vorbereiteten  Abendveranstaltung wurde in einem eindrucksvollen Film die dramatische Situation geschildert, die Gäste selbst berichteten sodann  ausführlich über ihre traumatischen Erfahrungen. Zuvor hatten sie die Gelegenheit, Landeshauptmann-stellvertreten Dr. Flecker zu treffen und ihm ihre Anliegen vorzubringen..

In herzlichen Weise wurde die Delegation am 2. Tag ihres Aufenthaltes in der Landwirtschaftsschule Altgrottenhof empfangen und über Erzeugung und Vermarkung von Produkten des biologischen Landbaues in der Steiermark informiert. Ein Empfang durch die Gemeinde Naintsch und ein anschließender Besuch zweier Bergbauernhöfen auf der Brandlucke war für unsere Gäste ein sehr eindrucksvoller Abschluss ihres Steiermarkaufenthaltes.

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Auf der Brandlucke bei der Bergbauernfamilie
Peter Stanzer vlg. Schattleitner
Jun 2008

SoL - Stammtisch

Wir laden Euch herzlich zum ersten SoL-Stammtisch am 17.April ein!
Bei gemütlichem Zusammensitzen werden Gedanken, Ideen,Erfahrungen, Geschichten,... über Lateinamerika ausgetauscht und lateinamerikanische, sowie entwicklungspolitische Themen aufgeworfen.
Die Idee dahinter ist, sich gegenseitig zu bereichern und vielleicht die ein oder andere Idee für eine Veranstaltung/ein Projekt zu entwickeln, oder einfach nur in interessierter Runde über Themen zu diskutieren, die uns auf dem Herzen liegen.

 Aus aktuellem Anlass möchten wir u.a. die Situation der Menschen,  die sich für Menschrechte in Guatemala einsetzen, ins Zentrum des ersten SoL  Stammtisches stellen.
-Mons. Ramazzini,Bischof von San Marcos, wurde Ende März diesen Jahres erneut  mit dem Tod bedroht! Dies ist kein Einzelfallin Guatemala - vieleMenschenrechtsaktivistInnen oder RepräsentantInnen sozialer Organisationen sind mit solchen Bedrohungen konfrontiert. Die Urheber dieser Anschläge/Bedrohungen genießen im Gegensatz dazu fastvöllige Straffreiheit.....

Der erste Termin ist der  17. April, um 20 Uhr im Café Libertad in der Gartengasse 28 in Graz.

Auf euer kommen freut sich die SoL!

Apr 2008

Ramazzini -Ein mutiger Bischof mit dem Tode bedroht

Der Bischof von San Marcos, Guatemala, Mons. Alvaro Ramazzini wurde in jüngster Zeit wieder mit Mord bedroht. Leider sind solche Drohungen sehr ernst zu nehmen, wie man aus der Vergangenheit weiß. Er zählt zu den herausragenden Gestalten in der Lateinamerikanischen Kirche. Sehr klar und konsequent hat er immer wieder die skandalösen Zustände in Folge einer unmenschlichen neoliberalen Politik, welche immer mehr Menschen in die Armut treibt, angeprangert und ist für eine gerechte Verteilung der Güter eingetreten. Sein Engagement für eine Boden-reform und gegen eine Zerstörung von Land und Wasser durch einen rücksichtslosen Bergbau hat ihm mächtige Feinde eingebracht.

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Apr 2008

Begegnungen: Bericht von einer Projektreise zu Partnern und Freunden (Hermann Schaller)

Ein zentrales Anliegen unsere Arbeit ist die Begegnung mit den Menschen, denen wir unsere partnerschaftliche Mitarbeit anbieten. Um ihre oftmals sehr schwierigen Lebensumstände besser verstehen zu können, wollen sie auch dort zu aufsuchen, wo sie leben. Daraus sind auch jahrelange, tiefe persönliche Beziehungen und Freundschaften entstanden. So haben wir uns auch diesmal auf den Weg gemacht – unsere Vorsitzende Tina Delgado, Dr. Michael Schaller als deren Stellvertreter und ich, der ich für die Finanzen in der SOL verantwortlich bin. Wir haben alle unsere Projektpartner in Guatemala, Honduras und Nicaragua besucht, wo wir derzeit Vorhaben unterstützen, Projekte eingereicht oder kürzlich abgeschlossen und abgerechnet wurden, insgesamt waren es acht.
Uns war auch wichtig zu erfahren, wie sich die soziale, wirtschaftliche und politische Situation in diesen Ländern entwickelt und wie weit die Menschen ihre Freiheit, Demokratie und Menschen- rechte tatsächlich ausleben können. So haben wir insbesondere in Guatemala sehr ausführliche Gespräche mit unserer Projektbegleiterin vor Ort, der Steirerin Sonja Perkic, mit dem Hilfswerk MIRIAM, der Menschenrechtsprokuratur, der Kommission für die Begleitung des Friedensprozesses wie auch mit dem mit uns befreundeten Bischof Ramazzini führen können, der ob seines Engagement für die landlosen Bauern und gegen die Zerstörung des Landes durch Raubbau von Bodenschätzen oftmals mit dem Leben bedroht wurde.

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Mar 2008